Der Spaßfaktor

Eine Komponente, die beim Training auch einen großen Einfluss auf den Erfolg hat ist: der Spaßfaktor!

Hast Du Spaß beim Training?
Wie viel Spaß hast Du beim Training?
Genug? Zu wenig? Zu viel?!

Man mag es nicht für möglich halten, aber auch ich als Trainer lerne immer wieder dazu. Zum Glück! Ich gelte ja, vor allem bei den Teilnehmern vom UYH Gruppentraining, als harter Hund und Drillinstruktor ohne Herz 😉 Ich mag geregelte Abläufe, bestehe auf saubere Ausführungen, Einhaltung des vorgegeben Tempos und am besten maximalen Einsatz. Immer. Die Zahlen müssen halt stimmen. Am Ende bestimmen die Zahlen beim Training Gewichte + Wiederholungen ja auch die Zahlen bei der Messung: Körperfett + Muskelmasse. Allerdings gibt es auch Dinge, die man nicht messen kann. Macht’s für den Trainer nicht einfacher, aber die Welt ist nunmal kompliziert. Eine Sache, die mir in den letzten 2 Jahren während der Arbeit mit meinen Kunden immer mehr auffällt ist: Wer mehr Spaß beim Training hat, erzielt auch bessere Erfolg! Warum ist das so?

„Positiver Teufelskreis“
Macht das Training Spaß, geht man gerne und regelmäßig. Man hat Lust auf’s Training! Man gibt Vollgas. Die Chance sich zu verbessern steigt, was den Spaßfaktor wiederum erhöht. Es entsteht eine Art positiver Teufelskreis. Keine Null Bock Einstellung und einfach mal bisschen trainieren, sondern das ganze macht dir Spaß, weil Du weißt es bringt dich deinem Ziel näher. Wenn das Training für dich immer nur Pflicht und die schlimmsten paar Stunden in der Woche sind, dann ist die Chance groß, dass es Du nicht lange durchhälst und somit auch keine großen Erfolge erzielen wirst.

Bedeutet das jetzt, dass das Training immer Spaß machen sollte. Jetzt wird’s knifflig. Spaß ist ein Faktor, der über Erfolg entscheidet. Ist er der wichtigste? Vermutlich nicht. Denn selbst, wenn dein Training unfassbar viel Spaß macht, Du dich aber nur von Fast Food ernährst und Chicken Nuggets dein Gemüse sind, wird das mit dem Erfolg nichts. Wenn Du 150 kg bei 1,70 m wiegst, dann kann es auch gut sein, dass das Training am Anfang nicht viel Spaß macht. Da musst Du dann aber durch, schließlich hast Du die ganzen Jahre davor, Dinge gemacht, die dir anscheinend mehr Spaß gemacht haben (viel und ungesund Essen und dabei wenig Bewegung), die dir aber nicht gut getan haben. Aber auch hier kommt der Spaß oft schneller als man denkt, wenn nämlich die Fettpolster anfangen zu schmelzen! 🙂


„Also Ausfallschritte, die find ich klasse!“

Den Spaßfaktor erhöhen bedeutet auch leider nicht, dass ab heute jede ungeliebte Übung gestrichen werden darf. Sorry. Ich habe bis heute noch niemanden getroffen, der mir sagt: „Also Ausfallschritte, die mach ich echt gerne“. Trotzdem sind Ausfallschritte eine hervorragende Übung. Meistens sind ja auch gerade die Übungen, bei denen man sich schwer tut, die, die einem gut tun und weiterbringen.

Manchmal muss man auch ein bisschen zu seinem Glück und „Spaß“ gezwungen werden. Sowie Sebstian zum Beispiel (Sebastian Vorher-Nachher Interview gibt´s hier), der früher Dauergast war bei jedem Langhantelkurs in seinem Fitnessstudio. Das hat ihm Spaß gemacht. Er hatte Freude daran von einem Coach gedrillt zu werden und war glücklich wenn er am Ende des Kurses oder manchmal auch nach dem 3.!!! Kurs hintereinander total platt war. Wirkliche Fortschritte hat er aber trotzdem nicht gemacht. Bei mir hat er dann mit strukturiertem Krafttraining angefangen und auf Kurse hat er jetzt irgendwie so gar keinen Bock mehr. Klimmzüge und Bizepscurls in allen möglichen Varianten, DAS macht ihm jetzt Spaß. Ihr seht die Rechnung

Training + Erfolg = Spaß
Training + noch mehr Erfolg = noch mehr Spaß

Mathematisch vielleicht nicht ganz korrekt, aber meine Theorie macht durchaus Sinn.

Und jetzt?
Du siehst, Programme bzw. Trainingspläne zu schreiben ist gar nicht so einfach.
Es sollte Spaß machen.
Es sollte dafür sorgen, dass Du deine Ziele erreichst und Fortschritte machst.
Deine Schwächen sollten verbessert werden.
Es sollte zu dir und den Umständen (Stresslevel, Trainingsalter etc.) passen.

Gar nicht mal so einfach einen guten Plan zu schreiben oder? Daher mein Tipp: Du machst seit längerer Zeit keine großen Fortschritte? Das Training macht irgendwie nicht mehr soviel Spaß wie sonst? Oder generell hättest Du die Wörter Spaß und Training bisher nie in einem Satz verwendet? Dann wird es vielleicht einfach mal Zeit, dass dir jemand einen Plan schreibt, der weiß wie man es richtig macht 😉

Dein Auto lässt Du in der Werkstatt fit machen.
Wenn Du krank bist gehst Du zum Arzt.
Warum also nicht den Trainingsplan von einem Personal Trainer schreiben lassen?

Das Amazon-Prime-Syndrom

Was ist der Nummer 1 Grund warum jemand sein Fitnessziel NICHT erreicht? Sei es Muskeln aufbauen, ein flacher Bauch, ein schöner Po oder 20kg Fett verlieren. Was ist der Nummer 1 Grund?!

Die JETZT-SOFORT Gesellschaft
Ich gebe dir ein paar Tipps…Es ist nicht das falsche Training. Es ist auch nicht zu wenig Training und auch nicht die Ernährung. Was kann es also sein?
Ich sag´s dir: es ist Ungeduld. Ja so einfach ist das. Wir sind heutzutage einfach viel zu ungeduldig! Jeder möchte alles SOFORT! Früher ist man ins Kino oder hat sich eine DVD gekauft/geliehen. Heute setzen wir uns auf die Couch machen Netflix an und gucken nicht einen Film oder eine Serie, wir gucken ALLES. Früher bist Du ins Geschäft gegangen um was zu kaufen. Heute gehst Du doch nirgendwo mehr hin. Heute bestellst Du bei Amazon. Aber 2-3 Tage warten bis es da ist? Neeeee Amazon Prime bringt´s Morgen! Früher hat man sich Briefe geschrieben oder telefoniert! Heute zerbrechen Beziehungen, weil nicht innerhalb von 30s bei Whatsapp geantwortet wird. (Obwohl Du ONLINE warst! Ich hab´s doch gesehen!!!) Dazu passend das nächste Beispiel: grad niemanden zum Daten? Tinder! Wir möchten alles haben, jetzt direkt und sofort und am liebsten mit so wenig Aufwand und Anstrengungen wie möglich.

Das Warten auf die Wunderpille 
Tief im Inneren wissen wir alle, dass etwas Gutes einfach seine Zeit braucht. Für´s Abitur geht man 13 Jahre zur Schule (mein Fehler, mittlerweile nur noch 12 #binalt). Eine Ausbildung dauert 2 oder 3 Jahre. Ein Studium 3 – 5 oder wie in meinem Fall sogar noch länger… 😀 Ein Haus baut man nicht in einer Woche. Für ein Auto musst Du erstmal Geld beiseite legen, genauso wie für einen Urlaub oder andere größere Anschaffungen. Das nehmen wir alles als selbstverständlich wahr. Aber wenn es um unseren Körper geht, dann so es gefälligst fix gehen! Am liebsten hätten wir ja, dass endlich jemand eine Wunderpille entwickelt, die Du heute schluckst und Morgen schaust DU so aus wie Du es dir immer erträumt hast! Bis dahin raffen wir uns auf… 4 Wochen, 8 Wochen, 10 Wochen vielleicht auch noch 12 Wochen, länger sind wir nicht bereit an uns zu arbeiten ohne drastische Erfolge zu erkennen, um dann wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen. Genau deshalb klingen die ganzen Fitness Programme der „Stars“ ja auch so verlockend! Ein paar Wochen, 2x pro Woche bisschen an Strom anschließen lassen oder auf eine Rüttelplatte stellen oder ein paar Übungen Zuhause auf der Matte…wir haben ja alle keine Zeit! Aber trotzdem schaffst Du es irgendwie zu wissen was alle deine Freunde so treiben…Stichwort Facebook/Instagram …

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2x pro Woche 20 Minuten bisschen auf der Matte strecken und räkeln und Du siehst aus wie ein Instagram Fitness Chick? Genau… Dazu gibt es eine Ernährung, die A) aus relativ wenig Essen besteht und B) quasi null Kohlenhydraten. Null. Zero. Nada. Ling. Keine. Du machst also dieses Mega Programm für X Wochen und von mir aus, ja es tut sich auch was. Yeah. Wie groß ist die Chance, dass das so bleibt? Gering. Wieso? Weil es um schnelle drastischer Erfolge geht, aber um Zero Nachhaltigkeit. Du wirst bis ans Ende deiner Tage also wenig Essen und null Kohlenhydrate konsumieren. Viel Erfolg dabei. Hier liegt nämlich das Problem. Veränderung sollte mit Blick auf das Ganze geschehen. Was kann ich ändern, was ich auch in meinen Alltag integrieren und beibehalten kann. Zu häufig passiert es dann einfach, dass man nach X Wochen und Beendigung des grandiosen Programms einfach alles genauso macht wie vorher und dann in X – 4 Wochen wahrscheinlich wieder soviel wiegt wie davor oder sogar mehr!

Die Wahrheit
Ich will nicht wissen, wie viele potenzielle Kunden ich wegen einer Eigenschaft von mir im 1. Beratungsgespräch schon verschreckt hab: Ehrlichkeit. Ich sag einfach wie es ist. Es wird hart. Man muss Gas geben beim Training, man muss auf seine Ernährung achten – konstant und nicht nur für 2 Wochen, sondern im Idealfall bis die Maden an einem knabbern. Es wird nicht leicht. Man muss auch mal Nein sagen. In 2 Monaten werden es vermutlich nicht 20 kg weniger sein. In 6 – 8 Monaten? Schon eher! Konstanter nachhaltiger Fortschritt. Hier mal ein ganz kurzes Beispiel: häufig sind Kunden enttäuscht, wenn Sie bei einer Messung „nur“ 1% Körperfett verloren haben. 1% Körperfett in 3 – 4 Wochen, das sind 12% in einem Jahr. Von 20 runter auf 12% das sind Welten!

Alles mal in Relation betrachten
Wem das Beispiel mit dem Körperfett nicht anschaulich genug ist: Markus ist 30 Jahre alt und wiegt 130 kg, kaum Muskeln, sondern viel Fett. Ich bin mal „gnädig“ und sag Markus war nicht immer dick, sondern erst ab dem Teenager Alter, also so mit 15. Heißt Markus ist die Hälfte seines Lebens dick. 15 Jahre. 780 Wochen. Markus fängt an zu trainieren. Nach 4 Wochen wiegt Markus 127kg. Das ist Markus viiiiel zu wenig Fortschritt. Er lässt es bleiben. Hat alles keinen Sinn. Viel zu anstrengend und geht nicht schnell genug! Markus war 780 Wochen dick, jetzt hat er 4 Wochen trainiert, das sind 0,5% der Zeit, die er schon fett ist. NULL KOMMA 5!!! 0,5%! In dieser Zeit nimmt er 3kg ab. Würde er das Tempo halten sind das in einem Jahr 30kg! Da steht dann ein ganz neuer Markus vor dir!

Ja es gibt die Wahnsinnstransformationen in 4, 8 oder 10 Wochen. Ist das der Regelfall? Nein.
Setz dir ein Ziel. Ein kurzfristiges, ein mittelfristiges und ein langfristiges.
Denk daran es geht um Fortschritt. 0,5% Körperfett weniger ist besser als kein Fortschritt. 1 Wiederholung mehr, 1 kg mehr auf der Bank. Konstanter progressiver Fortschritt führt zu nachhaltigem Erfolg.

Zuviel Stress – darum wird’s nichts mit dem flachen Bauch!

In der Ruhe liegt die Kraft sagt man. Aber wann haben wir eigentlich noch Ruhe?

Wie häufig bekommst oder gibst Du auf die Frage „Wie geht´s?“ folgende Antwort:
Ganz gut, aber VIEL STRESS!

Klausurstress.
Terminstress.
Stress auf der Arbeit.
Lernstress.
Zeitstress.
Stress mit den Liebsten.
Stress mit den Nicht-so-Liebsten.
Der Typ, der vor einem mal wieder nicht richtig Auto fahren kann.

Stress ist allgegenwärtig und kein Ausnahme- sondern mittlerweile ein Dauerzustand und das ist schlecht. Zum einen für deine Gesundheit, da viel Stress Herzkreislaufkrankheiten fördert, ebenso wie psychische Krankheiten beispielsweise das bekannte Burn-Out Syndrom.

Zum anderen hast Du im wahrsten Sinne des Wortes ein dickes Problem, wenn Du dein Leben nicht entstresst, denn Stress macht dich dick, besonders am Bauch! Meinen Klienten ist dieses Phänomen bekannt. Bei jedem Klient messe ich in regelmäßigen Abständen die Hautfaltendicke an 13 Stellen des Körpers. Die Bauchfalte steht dabei für das Stressmanagement und lässt Rückschlüsse auf den Cortisolspiegel im Körper zu. Wenn Du Stress hast schüttet dein Körper Cortisol aus. An sich ist Cortisol nicht schlecht, aber in diesem Fall macht die Dosis das Gift. Viel bzw. zuviel Stress bedeutet zuviel Cortisol, welches die Bildung von Fett am Bauch fördert.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Stress für Heißhungerattacken sorgt! Die Chance, dass Du bei Stress zu etwas fett- oder zuckerhaltigem greifst ist deutlich höher, als wenn Du keinen Stress empfindest. Der Körper hat jetzt Lust auf etwas, dass ihm schnell und viel Energie liefert. Nicht umsonst spricht man ja bei Schokolade auch von „Nervennahrung“.

Was also tun gegen den Stress?
Ein guter und relativ einfacher Weg ist den Schlaf zu verbessern. Wie das aussehen kann, kannst Du HIER nachlesen. Sorge dafür, dass Du regelmäßig isst und diese Mahlzeiten vor allem aus tierischem Protein, Gemüse und guten Fetten bestehen. Ansonsten solltest Du deinen Stress mal genau unter die Lupe nehmen. Hast Du morgens immer Stress, weil Du spät dran bist? Wenn ja, woran liegt das? Ändere das, was Du beeinflussen kannst und stehe zum Beispiel 20 Min eher auf um Morgens weniger Stress zu haben. Eine kurze Auszeit und eine Runde um den Block gehen können auch schon helfen genau wie Formen der Meditation oder das Hören von entspannender Musik.

Es gibt aber auch immer Dinge, die Du nicht beeinflussen kannst: ob die Bahn zu spät kommt, ob Du im Stau stehst oder nicht und wie schlecht und langsam der Typ vor dir mal wieder fährt. Die Umwelt kannst Du nicht ändern, aber deine Reaktion auf die Umwelt schon. Statt im Auto zu fluchen, dass Du im Stau stehst, könntest Du auch dein Lieblingslied voll aufdrehen und mitsingen. Oder Du freust dich, dass Du länger im Auto bist und so noch weiter das Hörbuch hören kannst, was grad in deinem Player läuft.

Ich weiß, ich weiß das klingt alles sehr nach: Fuck, wer bist Du? Ein verdammter Zen-Mönch?
Nein bin ich nicht und bevor Du ein falsches Bild von mir bekommst: auch ich lass mich noch zu oft von äußeren Umständen stressen, die ich gar nicht beeinflussen kann. Das wichtige ist, dass man sich klar macht „das kann ich jetzt sowieso nicht ändern“ und versucht gelassener damit umzugehen. Das geht nicht von heute auf Morgen, das braucht Zeit. Aber je häufiger man es macht, desto leichter wird es. Fast wie Bankdrücken 🙂

Was passiert wenn du dich veränderst?

Was passiert eigentlich wenn Du dich änderst?
Ich hatte (leider!) schon häufiger so ein Gespräch mit meinen Kunden und letzte Woche war es mal wieder soweit. Tim (Name frei erfunden) trainiert seit Mitte Januar mit mir. Macht gute Fortschritte und ist selbst von seiner eigenen Veränderung begeistert. Sein Umfeld spricht ihn auch ständig darauf an, dass er sich total verändert hätte. Allerdings sind Tim´s Freunde von seinem Wandel nicht so begeistert.

Leider passiert es häufig, dass das Feedback aus dem direkten Umfeld nicht gerade positiv ist, daher sind die folgenden Zeilen für alle, die vielleicht mit ähnlichen Reaktionen zu kämpfen haben…
Freue mich auf Feedback!

Zurück zum Tim…
Vorab möchte ich noch erklären, was ich bei Tim geändert habe:
1. Direkt nach dem Aufstehen ¼ TL Himalaya Salz mit Limette und Wasser
2. Morgens keine Kohlenhydrate zum Frühstück
3. Trainingsplan (kein Cardio mehr, dafür 3-4x pro Woche 1 Stunde Krafttraining)
4. Proteinshake nach dem Training (seit Ende Februar)

Korrigiere mich gerne, aber aus meiner Sicht sind das kleine Veränderungen und ich hab sein Leben nicht auf links gedreht.

An der Stelle also, an der ich erwartet hatte, dass er mir „gesteht“, dass ihm das Training schwerfällt oder eine bestimmte Übung oder das Verzichten auf das klassische Nutellabrötchen am Morgen…Nein all das nicht, sondern seine größte Schwierigkeit ist der Gegenwind aus seinem Umfeld.
Manche von euch kennen mich ja besser, andere vielleicht noch nicht: ich war immer ein Freund von Mathe, ja ich weiß, ich verliere gerade 70% der Leserschaft. Mir gefiel das hantieren mit Zahlen, Formeln, Regeln und vor allem das Konzept, wenn Du die Grundidee kapierst, kannst Du das Schema auf alles andere anwenden. Für mich war das logisch. Ich bin ein Freund von Logik, logischem Verhalten etc.
Wenn ich mir jetzt also vorstelle, dass Tim mit ein paar einfachen Veränderungen dafür sorgt, dass er
a) morgens fitter und dadurch besser gelaunt ist
b) er nicht mehr frustriert ist, da sein Cardiotraining von früher keine Erfolge produziert hat
c) seine T-Shirts jetzt an der richtigen Stelle lockerer werden (nämlich am Bauch!) und an der richtigen Stelle enger werden (an den Armen!!!!!)

Dann nimmt der logisch denkende Teil in mir an, dass Tim´s Freunde: Anton, Maria, Karl und Sepp (Tim hat bestimmt mehr Freunde, aber irgendwo muss ich Zeichen sparen) das super finden! Pustekuchen! Denn leider befinden wir uns hier nicht in der Mathematik, sondern in der Sozialwissenschaft und da ist alles etwas…schwammig.
Also statt: „Wuhhh geil Tim!“ „Super Tim!“ „Weiter so Tim“ und „Kann ich mal mit dir trainieren!“ hört Tim Dinge wie: „Du übertreibst doch voll!“ , „Wirst Du jetzt Bodybuilder oder was?!“ „Du veränderst dich ja voll!“ blablabla

JA KLAR VERÄNDERT ER SICH, DENN ER MACHT JA ENDLICH MAL WAS, DAS AUCH FUNKTIONIERT!!!

Der häufigste Kommentar zu Daniels Veränderung war: "Du spritzt dir doch irgendwas! Das geht nicht ohne Anabolika!"

Der häufigste Kommentar zu Daniels Veränderung war: „Du spritzt dir doch irgendwas! Das geht nicht ohne Anabolika!“

Aber warum ist das so? Du änderst dich und so reagiert dein Umfeld:

Gruppe A – „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.“
Das Phänomen beobachtet man vor allem bei Kindern: Iiiiiiihhhh Brokkoli?!?! Mag ich nicht!!!
Hast Du schonmal Brokkoli gegessen?
„Nein!“
Woher weißt Du dann, dass Du Brokkoli nicht magst….
Anstatt das Tim´s Freunde mal fragen, was er macht und wieso was er macht funktioniert, möchten Sie ihn lieber wieder zu sich ziehen. In den Zirkel des Grauens, in den Cardiobereich, in die 140 Schläge pro Minute Herzfrequenz Zone in der sich kein Mensch verändert.

Gruppe B – Die Neider
Hallo Anton, Maria, Karl und Sepp!
Egal was Du machst und wie DU es machst, es wird IMMER Leute geben, die das Haar in der Suppe finden, die versuchen dich, deine Leistung oder oder oder runterzuziehen.
Warum?
Ein Teil findet es vielleicht wirklich scheiße was Du machst.
Der Großteil findet es aber vor allem scheiße, weil Du Ihnen aufzeigst, was möglich wäre bzw. was sie auch könnten aber nicht machen.

Das möchte natürlich niemand auf sich sitzen lassen und statt also Lobgesänge auf dich anzustimmen, machen sie dir deine Leistung madig.

UYH Before and After | Niklas

Häufigster Kommentar zur Niklas´ Veränderung: „Das waren niemals 11 Wochen! Das geht nicht! Gelogen!“

Was will ich überhaupt sagen?
Gute Frage! Frag ich mich grad auch….ehm Ahja! Ok. Ich hab´s!
3 Dinge, die Du aus dem Text heute mitnehmen solltest

1. Jeder Jeck ist anders
Gestern noch bei einer Schulung in Köln in feinstem Kölner Dialekt gehört. Jeder Jeck ist anders, sprich Du kannst nicht bei jedem mit dem selben Maßstab drangehen.
Für Tim´s Freunde ist es wahnwitzig, dass Tim morgens jetzt ein Stück Fisch oder Fleisch isst und im Fitnessstudio lachend am Cardiobereich vorbei stolziert um in der „Muckiecke“ Gewichte zu heben.
Sicherlich große Veränderungen für einen „Anfänger“ im Bereich Fitness. Stimme ich zu.
Jetzt bewegen wir uns mal ans andere Ende des Kontinuums. Wie hab ich reagiert, als mir Wolfgang Unsöld 2014 vom Kniebeugenurlaub erzählt hat (kurz erklärt: Kniebeugen Urlaub, 3 Einheiten pro Tag nur Kniebeugen, 6 Tage am Stück; macht nach Adem Riese 18 Einheiten Kniebeugen in 6 Tagen)
Also ICH war begeistert und konnte nicht abwarten nach Hause zu kommen um loszulegen!
Wie fanden meine Freunde das?
Übertrieben.
Verrückt.
Vollkommen bescheuert.
Erkennst Du die Relation?

Egal was Du wann machst, es gibt auf jedem Level ein „zu viel“, ein „bist du des Wahnsins?“ ein „Du hast doch einen Knall!“
Aber das muss auch mal sein!
War das bescheuert, als ich mit 21 eine Liste hatte mit Lebensmittel, die ich nicht essen durfte/sollte die solang war, dass ich ein Haus damit hätte tapezieren können?
War das zu viel, als meine monatlichen Supplementausgaben im Ausgabenbereich einer schönen 2 Zimmerwohnung in Düsseldorf City waren? Ja!
ABER 1. Muss man auch mal Dinge machen, die nicht jeder macht! Entweder um Ziele zu erreichen, die nicht jeder schafft ODER um wenigstens sagen zu können. „Ok. War dumm.“

2. Es ist kein Sonntagsspaziergang im Park
Wer dir sagt, dass es einfach wird, der lügt.
Insofern Du dich schon etwas mit dem Thema Fitness befasst, dann bist Du ach schon über folgendes Wort gestolpert: Lifestyle.
Das ist es nämlich auch. An seinem Körper zu arbeiten heißt nicht nur Sport machen, sondern es gehört noch mehr dazu. Ernährung, Schlaf etc.
Das bedeutet, dass es auch mal unangenehm wird, das man auch mal Eingeständnisse machen muss, verzichten, Nein sagen. Alles Dinge, die von naturaus schwieriger sind als einfach alles so zu lassen wie es ist und einfach „Ja“ zu sagen.

3. „Um Kritik zu vermeiden, sage nichts, mache nichts und sei nichts.“
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Aristoteles (Fuck, ja ich bin belesen 😛 )

Halte dir immer vor Augen, dass Du es NIE jedem Recht machen kannst. Es wird immer Leute, die dich oder das was Du machst scheiße finden. Das ist einfach so. Aus meiner Sicht solltest Du dir mehr Sorgen machen, wenn Du von allen Seiten nur Zucker in den Arsch geblasen bekommst.

UYH Before and After | Jenne

Zum Abschluss ein positives Beispiel: Jenne hat das UYH Programm gemeinsam mit Ihrem Mann Alex durchgezogen. Beide kriegen aus Ihrem Umfeld viel Lob und Anerkennung für Ihre Leistungen

 

Das Gleichgewicht finden

 

Habe eine interessante Geschichte zu dem Thema gelesen und würde diese heute sehr gern mit euch teilen:

Eine Psychologin hält in einer Firma einen Vortrag zum Thema „Stressmanagement“. Sie nimmt ein Glas Wasser in die Hand und schreitet durch den Raum. Alle erwarten die klassische halbleer/halbvoll Frage, doch sie fragt:

„Wie schwer ist wohl das Glas?“

Antworten reichen von 100 – 500g …

Sie antwortet darauf wie folgt:
„Das absolute Gewicht ist nicht entscheidend! Von mehr Bedeutung ist, wie LANGE ich das Glas halten muss! Halte ich es für eine Minute: kein Problem! Wenn ich es für eine Stunde halten muss, wird das schon schwieriger. Soll ich es für einen ganzen Tag halten, wird das sehr schmerzhaft mein Arm wird taub und meine Muskeln werden brennen wie Hölle!“

„Stress und Sorgen im Leben sind wie das Glas mit Wasser zu halten. Kurzzeitiger Stress ist für den Mensch kein Problem. Dauert der Stress an bzw. bleiben die Sorgen länger bestehen belastet einen das seelisch und körperlich. Wenn Stress und Sorgen sogar zum Dauerzustand werden, ist es schwierig glücklich und auch produktiv zu sein, weil Stress und Sorgen das Leben bestimmen.“
Fazit der Psychologin: „Denk daran, das Glas auch wieder abzustellen.“

Wie viel Wert hat DEIN Wort?

Kryptische Überschrift oder? Was mag das wohl bedeuten…

Nimm dir einen Moment Zeit die Frage für dich zu beantworten:
Wie viel Wert hat DEIN Wort?
Wenn du etwas sagst, wie groß ist die Chance, dass du es auch machst bzw. dich dran hälst?
Giltst du unter deinen Freunden als jemand auf dessen Wort man sich verlassen kann?
Ja? Gut. Denn das ist heute nicht das Thema.

Heute geht es darum welchen Wert dein Wort für DICH hat.
Wenn du dir vornimmst jeden Monat 150€ zur Seite zu legen für…deinen Urlaub, neues Auto whatever…machst du es auch?
Du hast dir im Januar vorgenommen abzunehmen. Die Zahl fünf fiel….im gleichen Atemzug auch der Begriff „Kilos“….geschafft? Ja? Nein?! Warum nicht.

Wenn du etwas nicht schaffst, was du dir vornimmst, was machst du danach? Was sind die Konsequenzen? Wahrscheinlich gibt es keine… und genau DAS ist das Problem.

Beispiel: Du kaufst eine Waschmaschine. Die hat 2 Jahre Garantie. Nach 6 Wochen spinnt sie aber schon rum und nach 8 gibt sie komplett den Geist auf. Wie reagierst du?

Ich tippe auf:
Genervt, wütend, angepisst, geladen, schlecht gelaunt. Zurecht!
Also ab in den Laden zu dem Vollidioten, der dir den Schrott verkauft hat. Schließlich hast du eine Garantie und jetzt forderst du sie auch ein! Ich bin mal so frei und tippe mal, dass NIEMAND hier sagen würde: „Ach schwamm drüber. War ein netter Verkäufer, den werd ich jetzt damit nicht nerven, ich probier es selbst zu reparieren und wenn das nicht geht dann nehm ich halt das gute alte Waschbrett. ^_^ Im Gegenteil wahrscheinlich werden wir ihm das nie vergeben und noch Jahre später, wenn jemand erzählt, dass er eine neue Waschmaschine kaufen will die Geschichte erzählen von der 6 Wochen Maschine, wie schlecht die Firma doch ist und was für ein Abzocker der Verkäufer war.

Zwischenfazit: Wenn wir im Richtersessel sitzen und jemand anders in der Angeklagte ist sind wir ein gerechter aber vor allem erbarmungsloser und nicht kompromissbereiter Richter.

Zurück in den Januar…zu den 5kg, die du abnehmen wolltest… bis zum Urlaub. Hat nicht geklappt. Im Gegenteil vor dem Urlaub waren 3kg mehr auf der Waage als im Januar. Schande über mich. Aber nur kurz. Hatte ja viel Stress und waren soviele Geburtstage, man kann ja Kuchen nicht ablehnen und irgendwie gehört so bisschen Süßkram knabbern ja zum Fernsehgucken dazu…jeden Abend… zumindest hab ich´s versucht! Der gute Wille war da!
Naja neuer Anlauf, bald ist ja wieder Silvester bzw. Neujahr. Neues Jahr, gleicher Vorsatz, neues Glück!
Zwischenfazit: Wie lange hält das schlechte Gewissen bzw. das Schuldgefühl sich selbst gegenüber? 5min? Oder solange wie es braucht das nächste Schokoeis zu verschlingen. Schokolade macht ja schließlich glücklich ^_^
Was für ein Richter sind wir also, wenn wir selbst der Angeklagte sind?
Schließlich haben wir uns nicht an unser Ziel gehalten. Trotzdem heißt das Urteil: Freispruch!

Genau da liegt das Problem.
Von anderen Verlangen wir für alles Garantien.
Werden diese Garantien NICHT eingehalten sind wir sauer und fordern Konsequenzen bzw. das was uns zu steht und uns versprochen wurde! Wir haben schließlich unsere Garantie!

Was ist aber mit der Garantie, die wir uns selbst geben?
Sind wir selbst noch bereit uns eine Garantie zu geben bzw. wenn ja fordern wir auch von uns die Konsequenzen, wenn wir uns nicht daran halten?

Wahrscheinlich nicht. Das wäre ja auch falsch…sich selbst bestrafen…ne das hätte ja was…masochistisches…sich selbst bestrafen!?! Neeeee….

Oder doch?
Ich sage ganz klar: Ja!

Den meisten Menschen fehlt es an Härte gegenüber sich selbst. Das Einklagen von Schulden oder einer Garantie GEGEN SICH SELBST.

Langfristiges Beispiel:
Setz dich hin und lege eine Regel fest oder ein Ziel.
Beispiel: ab heute werde ich bis zum Ende des Jahres 4x pro Woche 1 Stunde Sport machen. 4x pro Woche. D.h. wirklich 4x pro Woche und nicht in einer 5x und in der danach nur 3x. 4x jede Woche. Bis ans Ende des Jahres. Ohne Ausnahme. Ja auch an den Feiertagen haben Fitnessstudios geöffnet. Auch am Geburtstag deiner Mama, Freundin, Großtante, Cousine 4. Grades.

Du hälst dich nicht daran? Dann sollten wir was finden, dass dir ein bisschen „weh tut“. Das ist ziemlich einfach, ich glaube wenn es um Geld geht tut das jedem irgendwie „weh“. Wenn du also dein Ziel X bis zum Ende des Jahres nicht schaffst dann spendest du Betrag Z an eine gemeinnützige Einrichtung in deiner Nähe.