Der Spaßfaktor

Eine Komponente, die beim Training auch einen großen Einfluss auf den Erfolg hat ist: der Spaßfaktor!

Hast Du Spaß beim Training?
Wie viel Spaß hast Du beim Training?
Genug? Zu wenig? Zu viel?!

Man mag es nicht für möglich halten, aber auch ich als Trainer lerne immer wieder dazu. Zum Glück! Ich gelte ja, vor allem bei den Teilnehmern vom UYH Gruppentraining, als harter Hund und Drillinstruktor ohne Herz 😉 Ich mag geregelte Abläufe, bestehe auf saubere Ausführungen, Einhaltung des vorgegeben Tempos und am besten maximalen Einsatz. Immer. Die Zahlen müssen halt stimmen. Am Ende bestimmen die Zahlen beim Training Gewichte + Wiederholungen ja auch die Zahlen bei der Messung: Körperfett + Muskelmasse. Allerdings gibt es auch Dinge, die man nicht messen kann. Macht’s für den Trainer nicht einfacher, aber die Welt ist nunmal kompliziert. Eine Sache, die mir in den letzten 2 Jahren während der Arbeit mit meinen Kunden immer mehr auffällt ist: Wer mehr Spaß beim Training hat, erzielt auch bessere Erfolg! Warum ist das so?

„Positiver Teufelskreis“
Macht das Training Spaß, geht man gerne und regelmäßig. Man hat Lust auf’s Training! Man gibt Vollgas. Die Chance sich zu verbessern steigt, was den Spaßfaktor wiederum erhöht. Es entsteht eine Art positiver Teufelskreis. Keine Null Bock Einstellung und einfach mal bisschen trainieren, sondern das ganze macht dir Spaß, weil Du weißt es bringt dich deinem Ziel näher. Wenn das Training für dich immer nur Pflicht und die schlimmsten paar Stunden in der Woche sind, dann ist die Chance groß, dass es Du nicht lange durchhälst und somit auch keine großen Erfolge erzielen wirst.

Bedeutet das jetzt, dass das Training immer Spaß machen sollte. Jetzt wird’s knifflig. Spaß ist ein Faktor, der über Erfolg entscheidet. Ist er der wichtigste? Vermutlich nicht. Denn selbst, wenn dein Training unfassbar viel Spaß macht, Du dich aber nur von Fast Food ernährst und Chicken Nuggets dein Gemüse sind, wird das mit dem Erfolg nichts. Wenn Du 150 kg bei 1,70 m wiegst, dann kann es auch gut sein, dass das Training am Anfang nicht viel Spaß macht. Da musst Du dann aber durch, schließlich hast Du die ganzen Jahre davor, Dinge gemacht, die dir anscheinend mehr Spaß gemacht haben (viel und ungesund Essen und dabei wenig Bewegung), die dir aber nicht gut getan haben. Aber auch hier kommt der Spaß oft schneller als man denkt, wenn nämlich die Fettpolster anfangen zu schmelzen! 🙂


„Also Ausfallschritte, die find ich klasse!“

Den Spaßfaktor erhöhen bedeutet auch leider nicht, dass ab heute jede ungeliebte Übung gestrichen werden darf. Sorry. Ich habe bis heute noch niemanden getroffen, der mir sagt: „Also Ausfallschritte, die mach ich echt gerne“. Trotzdem sind Ausfallschritte eine hervorragende Übung. Meistens sind ja auch gerade die Übungen, bei denen man sich schwer tut, die, die einem gut tun und weiterbringen.

Manchmal muss man auch ein bisschen zu seinem Glück und „Spaß“ gezwungen werden. Sowie Sebstian zum Beispiel (Sebastian Vorher-Nachher Interview gibt´s hier), der früher Dauergast war bei jedem Langhantelkurs in seinem Fitnessstudio. Das hat ihm Spaß gemacht. Er hatte Freude daran von einem Coach gedrillt zu werden und war glücklich wenn er am Ende des Kurses oder manchmal auch nach dem 3.!!! Kurs hintereinander total platt war. Wirkliche Fortschritte hat er aber trotzdem nicht gemacht. Bei mir hat er dann mit strukturiertem Krafttraining angefangen und auf Kurse hat er jetzt irgendwie so gar keinen Bock mehr. Klimmzüge und Bizepscurls in allen möglichen Varianten, DAS macht ihm jetzt Spaß. Ihr seht die Rechnung

Training + Erfolg = Spaß
Training + noch mehr Erfolg = noch mehr Spaß

Mathematisch vielleicht nicht ganz korrekt, aber meine Theorie macht durchaus Sinn.

Und jetzt?
Du siehst, Programme bzw. Trainingspläne zu schreiben ist gar nicht so einfach.
Es sollte Spaß machen.
Es sollte dafür sorgen, dass Du deine Ziele erreichst und Fortschritte machst.
Deine Schwächen sollten verbessert werden.
Es sollte zu dir und den Umständen (Stresslevel, Trainingsalter etc.) passen.

Gar nicht mal so einfach einen guten Plan zu schreiben oder? Daher mein Tipp: Du machst seit längerer Zeit keine großen Fortschritte? Das Training macht irgendwie nicht mehr soviel Spaß wie sonst? Oder generell hättest Du die Wörter Spaß und Training bisher nie in einem Satz verwendet? Dann wird es vielleicht einfach mal Zeit, dass dir jemand einen Plan schreibt, der weiß wie man es richtig macht 😉

Dein Auto lässt Du in der Werkstatt fit machen.
Wenn Du krank bist gehst Du zum Arzt.
Warum also nicht den Trainingsplan von einem Personal Trainer schreiben lassen?

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