Was passiert wenn du dich veränderst?

Was passiert eigentlich wenn Du dich änderst?
Ich hatte (leider!) schon häufiger so ein Gespräch mit meinen Kunden und letzte Woche war es mal wieder soweit. Tim (Name frei erfunden) trainiert seit Mitte Januar mit mir. Macht gute Fortschritte und ist selbst von seiner eigenen Veränderung begeistert. Sein Umfeld spricht ihn auch ständig darauf an, dass er sich total verändert hätte. Allerdings sind Tim´s Freunde von seinem Wandel nicht so begeistert.

Leider passiert es häufig, dass das Feedback aus dem direkten Umfeld nicht gerade positiv ist, daher sind die folgenden Zeilen für alle, die vielleicht mit ähnlichen Reaktionen zu kämpfen haben…
Freue mich auf Feedback!

Zurück zum Tim…
Vorab möchte ich noch erklären, was ich bei Tim geändert habe:
1. Direkt nach dem Aufstehen ¼ TL Himalaya Salz mit Limette und Wasser
2. Morgens keine Kohlenhydrate zum Frühstück
3. Trainingsplan (kein Cardio mehr, dafür 3-4x pro Woche 1 Stunde Krafttraining)
4. Proteinshake nach dem Training (seit Ende Februar)

Korrigiere mich gerne, aber aus meiner Sicht sind das kleine Veränderungen und ich hab sein Leben nicht auf links gedreht.

An der Stelle also, an der ich erwartet hatte, dass er mir „gesteht“, dass ihm das Training schwerfällt oder eine bestimmte Übung oder das Verzichten auf das klassische Nutellabrötchen am Morgen…Nein all das nicht, sondern seine größte Schwierigkeit ist der Gegenwind aus seinem Umfeld.
Manche von euch kennen mich ja besser, andere vielleicht noch nicht: ich war immer ein Freund von Mathe, ja ich weiß, ich verliere gerade 70% der Leserschaft. Mir gefiel das hantieren mit Zahlen, Formeln, Regeln und vor allem das Konzept, wenn Du die Grundidee kapierst, kannst Du das Schema auf alles andere anwenden. Für mich war das logisch. Ich bin ein Freund von Logik, logischem Verhalten etc.
Wenn ich mir jetzt also vorstelle, dass Tim mit ein paar einfachen Veränderungen dafür sorgt, dass er
a) morgens fitter und dadurch besser gelaunt ist
b) er nicht mehr frustriert ist, da sein Cardiotraining von früher keine Erfolge produziert hat
c) seine T-Shirts jetzt an der richtigen Stelle lockerer werden (nämlich am Bauch!) und an der richtigen Stelle enger werden (an den Armen!!!!!)

Dann nimmt der logisch denkende Teil in mir an, dass Tim´s Freunde: Anton, Maria, Karl und Sepp (Tim hat bestimmt mehr Freunde, aber irgendwo muss ich Zeichen sparen) das super finden! Pustekuchen! Denn leider befinden wir uns hier nicht in der Mathematik, sondern in der Sozialwissenschaft und da ist alles etwas…schwammig.
Also statt: „Wuhhh geil Tim!“ „Super Tim!“ „Weiter so Tim“ und „Kann ich mal mit dir trainieren!“ hört Tim Dinge wie: „Du übertreibst doch voll!“ , „Wirst Du jetzt Bodybuilder oder was?!“ „Du veränderst dich ja voll!“ blablabla

JA KLAR VERÄNDERT ER SICH, DENN ER MACHT JA ENDLICH MAL WAS, DAS AUCH FUNKTIONIERT!!!

Der häufigste Kommentar zu Daniels Veränderung war: "Du spritzt dir doch irgendwas! Das geht nicht ohne Anabolika!"

Der häufigste Kommentar zu Daniels Veränderung war: „Du spritzt dir doch irgendwas! Das geht nicht ohne Anabolika!“

Aber warum ist das so? Du änderst dich und so reagiert dein Umfeld:

Gruppe A – „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.“
Das Phänomen beobachtet man vor allem bei Kindern: Iiiiiiihhhh Brokkoli?!?! Mag ich nicht!!!
Hast Du schonmal Brokkoli gegessen?
„Nein!“
Woher weißt Du dann, dass Du Brokkoli nicht magst….
Anstatt das Tim´s Freunde mal fragen, was er macht und wieso was er macht funktioniert, möchten Sie ihn lieber wieder zu sich ziehen. In den Zirkel des Grauens, in den Cardiobereich, in die 140 Schläge pro Minute Herzfrequenz Zone in der sich kein Mensch verändert.

Gruppe B – Die Neider
Hallo Anton, Maria, Karl und Sepp!
Egal was Du machst und wie DU es machst, es wird IMMER Leute geben, die das Haar in der Suppe finden, die versuchen dich, deine Leistung oder oder oder runterzuziehen.
Warum?
Ein Teil findet es vielleicht wirklich scheiße was Du machst.
Der Großteil findet es aber vor allem scheiße, weil Du Ihnen aufzeigst, was möglich wäre bzw. was sie auch könnten aber nicht machen.

Das möchte natürlich niemand auf sich sitzen lassen und statt also Lobgesänge auf dich anzustimmen, machen sie dir deine Leistung madig.

UYH Before and After | Niklas

Häufigster Kommentar zur Niklas´ Veränderung: „Das waren niemals 11 Wochen! Das geht nicht! Gelogen!“

Was will ich überhaupt sagen?
Gute Frage! Frag ich mich grad auch….ehm Ahja! Ok. Ich hab´s!
3 Dinge, die Du aus dem Text heute mitnehmen solltest

1. Jeder Jeck ist anders
Gestern noch bei einer Schulung in Köln in feinstem Kölner Dialekt gehört. Jeder Jeck ist anders, sprich Du kannst nicht bei jedem mit dem selben Maßstab drangehen.
Für Tim´s Freunde ist es wahnwitzig, dass Tim morgens jetzt ein Stück Fisch oder Fleisch isst und im Fitnessstudio lachend am Cardiobereich vorbei stolziert um in der „Muckiecke“ Gewichte zu heben.
Sicherlich große Veränderungen für einen „Anfänger“ im Bereich Fitness. Stimme ich zu.
Jetzt bewegen wir uns mal ans andere Ende des Kontinuums. Wie hab ich reagiert, als mir Wolfgang Unsöld 2014 vom Kniebeugenurlaub erzählt hat (kurz erklärt: Kniebeugen Urlaub, 3 Einheiten pro Tag nur Kniebeugen, 6 Tage am Stück; macht nach Adem Riese 18 Einheiten Kniebeugen in 6 Tagen)
Also ICH war begeistert und konnte nicht abwarten nach Hause zu kommen um loszulegen!
Wie fanden meine Freunde das?
Übertrieben.
Verrückt.
Vollkommen bescheuert.
Erkennst Du die Relation?

Egal was Du wann machst, es gibt auf jedem Level ein „zu viel“, ein „bist du des Wahnsins?“ ein „Du hast doch einen Knall!“
Aber das muss auch mal sein!
War das bescheuert, als ich mit 21 eine Liste hatte mit Lebensmittel, die ich nicht essen durfte/sollte die solang war, dass ich ein Haus damit hätte tapezieren können?
War das zu viel, als meine monatlichen Supplementausgaben im Ausgabenbereich einer schönen 2 Zimmerwohnung in Düsseldorf City waren? Ja!
ABER 1. Muss man auch mal Dinge machen, die nicht jeder macht! Entweder um Ziele zu erreichen, die nicht jeder schafft ODER um wenigstens sagen zu können. „Ok. War dumm.“

2. Es ist kein Sonntagsspaziergang im Park
Wer dir sagt, dass es einfach wird, der lügt.
Insofern Du dich schon etwas mit dem Thema Fitness befasst, dann bist Du ach schon über folgendes Wort gestolpert: Lifestyle.
Das ist es nämlich auch. An seinem Körper zu arbeiten heißt nicht nur Sport machen, sondern es gehört noch mehr dazu. Ernährung, Schlaf etc.
Das bedeutet, dass es auch mal unangenehm wird, das man auch mal Eingeständnisse machen muss, verzichten, Nein sagen. Alles Dinge, die von naturaus schwieriger sind als einfach alles so zu lassen wie es ist und einfach „Ja“ zu sagen.

3. „Um Kritik zu vermeiden, sage nichts, mache nichts und sei nichts.“
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Aristoteles (Fuck, ja ich bin belesen 😛 )

Halte dir immer vor Augen, dass Du es NIE jedem Recht machen kannst. Es wird immer Leute, die dich oder das was Du machst scheiße finden. Das ist einfach so. Aus meiner Sicht solltest Du dir mehr Sorgen machen, wenn Du von allen Seiten nur Zucker in den Arsch geblasen bekommst.

UYH Before and After | Jenne

Zum Abschluss ein positives Beispiel: Jenne hat das UYH Programm gemeinsam mit Ihrem Mann Alex durchgezogen. Beide kriegen aus Ihrem Umfeld viel Lob und Anerkennung für Ihre Leistungen

 

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