Teil 2 | 10 Fitness-Fehler, die Du nicht machen solltest

Jeder kennt diesen Gedanken

„Wenn ich das früher gewusst hätte! Dann hätte ich das schon eher so gemacht! “

Ob in der Schule, im Job, beim Kochen oder Backen (stimmt´s Yvonne? Stichwort Pudding), Beziehungen und natürlich auch im Sport. Überall macht man Fehler. Fehler aus denen man im Idealfall lernt.

Heute teile ich ein paar Fehler, die ich im Bereich Fitness gemacht habe und von denen ich behaupte: „Hätte ich das mal früher mal besser gewusst!“

Vielleicht ist ja grad jemand von Euch dabei einen dieser „Fehler“ zu begehen…
Hier also: Teil II Fehler 6 – 10

6. Frag um Rat – Suche dir einen guten Coach oder Mentor

Ich komm zwar aus dem Mannschaftssport (Basketball), aber schon damals war ich niemand der bei Niederlagen nach links oder rechts geguckt hat, sondern immer zuerst mit dem Finger auf sich gezeigt hat bei der Fehlersuche. Als ich dann mit dem Krafttraining anfing hatte ich zwar nicht viel wissen war aber trotzdem extrem beratungsresistent. Das hatte zwei Gründe: 1. Die Trainer in dem Studio bei mir sahen nach nichts aus. Ich hab die nie trainieren oder was gesundes Essen sehen, dafür Schokoriegel und Zigarettenpäuschen. Wer nicht mit gutem Beispiel vorangeht soll mir nichts erzählen. 2. Ich wollte es ALLEINE schaffen. Ich war so versessen darauf meinen „Traumkörper“ zu erschaffen, ich hab die ersten Jahre keine Eiweißshakes getrunken, weil ich nicht wollte das jemand sagt ACHSO DESWEGEN siehst Du so aus.
Heute würde ich es genau anders machen. Heute würde ich mir soviel Tipps von erfahrenen Coaches holen wie es nur geht. In den letzten Jahren habe ich die Trainingsprogramme vieler erfolgreicher Coaches probiert und jedesmal was dazugelernt. Das Spannende ist, dass die Methoden sich meistens wirklich komplett unterscheiden und die Trainer trotzdem Erfolg haben. Dadurch konnte ich aber sehr viel für mein eigenes Training lernen, was funktioniert bei mir und was nicht PLUS ich konnte meine Toolbox vergrößern und habe ein viel größere Möglichkeiten meinen Kunden beim Erreichen Ihrer Ziele zu helfen.

7. Erkenne deine Schwäche, arbeite daran!

Damit mein ich jetzt gar nicht, dass du an deinem oberen Rücken oder deinen Armbeugern arbeiten sollst, wenn du keinen Klimmzug kannst. Nein. Erkenne deine Schwäche. Was bist du für ein Typ? Muss ich dich zum Training schleifen? Oder wärst du am liebsten 5 Stunden pro Tag im Gym 7 Tage die Woche? Trainierst du häufiger so, dass du dein Sportshirt 1 Woche lang tragen kannst, weil du nie ins Schwitzen kommst? Oder bist du mehr so der Typ, der fast ohnmächtig wird nach dem letzten Satz Kniebeugen (Hi Anja!). Nimms mir nicht krumm, aber wenn ich manche Leute trainieren sehe hab ich das Gefühl mein Warm Up ist intensiver als jede Einheit, die die Person absolviert. Das sind jetzt zwei extreme. BEIDE (!!!) haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist zu erkennen welcher Typ du bist und an deinen Schwächen zu arbeiten.

Ist dein Training häufig „angenehm“? Musst du nie nach Luft schnappen und dein Sportshirt muss nach dem Training weder in die Wäsche noch erstmal trocknen? Bis du uzufrieden, weil du keine Fortschritte macht?
DANN BUCH DIR EINEN COACH! Lass dir zeigen, wie sich Training anfühlen sollte. Buch eine Stunde. EINE. Lass dir einen Trainingsplan geben und dann gehst du 4 Wochen später wieder hin. Oder wenn du wirklich alleine nicht Gas geben kannst gehst du halt 1x pro Woche und lässt dir zeigen WIE TRAINING SICH ANFÜHLEN SOLLTE!

Oder bist du genau der andere Typ? Liegst du nach dem Beintraining erstmal 10 Minuten auf dem Boden und kämpfst gegen die Ohnmacht, während du es genießt wie der Schmerz und das Brennen der Muskeln langsam nachlässt (ja ich weiß, ich sollte romantische Bücher schreiben). Der einzige Grund warum du nicht trainieren gehst ist, dass du krank bist. Nicht nur ein bisschen krank nein. Als du bisschen krank warst bist du ja trotzdem krank, jetzt liegst du mit 40° Fieber im Bett. DAS ist der einzige Grund der dich vom Training abhält. Klingt nach dir?
Auch du solltest an deiner Schwäche arbeiten. Das ganze Jahr ALL OUT trainieren funktioniert eigentlich bei niemandem. Strategisch eingebaute Pausen werden dir helfen stärker und muskulöser zu werden. 5 Tage kein Training? Klingt nach keiner Option für dich? Kein Problem, dann probier es mit einem sogenannten „Deload“. D.h. du behälst die Intensität deines Trainings bei, allerdings halbierst du das Volumen, z.B. statt 25 Sätzen an deinem Beintag machst du insgesamt nur 12. Wenn du alle paar Wochen einen Deload einbaust, hilfst du deinem Körper dabei sich zu erholen. Kein Auto kann immer im roten Bereich fahren. Ansonsten folgt nämlich meist die Quittung in Form einer Erkältung, Grippe etc. Dein Körper ist intelligenter als Du. Wenn er eine Pause braucht nimmt er sie sich. Ob du willst oder nicht. Also warum die Pause nicht schon vorher einplanen.
Ich hatte die besten Ergebnisse, als ich so wenig trainiert habe wie nie zuvor! 4 Stunden pro Woche und ich war in der Form meines Lebens.

8. Schlaf. Schlaf mehr. Geh früher Schlafen!

Zu meiner Schul- und Studiumzeit weiß ich nicht wie oft ich vor 12Uhr im Bett war. Vielleicht zweimal? Abendroutine war TvTotal gucken, egal ob es um 22:15Uhr, 23:15Uhr oder 0:30 Uhr anfängt, dafür blieb ich wach. Schlafen kann ich wenn ich tot bin. Ich kann doch nicht mein Leben verschlafen?! Yolo und so….

HEUTE wünschte ich mir, dass ich schon früher folgenden Satz gehört hätte: Der General, der am meisten schläft gewinnt den Krieg. Es gibt nichts Besseres, was Du für deine geistige und körperliche Leistungsfähigkeit tun kannst als für guten Schlaf zu sorgen. Guter Schlaf, dass bedeutet 23-5-0-8.
Du gehst vor 23 Uhr ins Bett. Schläft innerhalb von 5 Minuten ein. Wachst genau 0x auf und wachst ohne Wecker von alleine vor 8 Uhr fit auf.

9. Trainingspartner

Einen guten Trainingspartner zu finden ist in etwa so schwer wie die Frau fürs Leben zu finden. Nur noch bisschen schwieriger. Selbst wenn Du keinen Trainingspartner auf Dauer findest, solltest Du jede Möglichkeit nutzen mit jemandem zu trainieren, der a) stärker ist als Du b) mehr Erfahrung im Krafttraining hat c) wenigstens in einer Übung stärker ist oder d) einen starken Trainingsdrive hat. Einer der besten Investitionen der letzten Jahre war ein Ausflug nach Stuttgart zum YPSI Kniebeugen Tag. 10 Einheiten Kniebeugen an einem Tag, alleine das ist ja schon eine Herausforderung und bereitet die perfekte Grundlage für deutliche Fortschritte in den nächsten Wochen. Hinzu kam aber die perfekte Atmosphäre. Am Rack neben mir waren Goran, Adrian und Ivan und haben über den gesamten Tag verteilt wirklich brutale Gewichte bewegt. Eine super Motivation für mein Training, als ich wieder daheim war – mal zu sehen WAS IST EIGENTLICH MÖGLICH!

10. Relax.

Mindset. Ein großes Thema, hätte vielleicht eigentlich den 1. Platz verdient. Mindset. Deine eigene Einstellung, zu deinem Training, deinen Zielen, deinem Umfeld und deinem IST Zustand. Wer immer denkt, dass er sein Ziel nicht erreicht, der erreicht es nie. Wer sich aber sicher ist: DAS SCHAFF ICH, der wird gepaart mit der richtigen Arbeitseinstellung das Ziel auch erreichen. Wichtig ist es aber neben all dem Ehrgeiz nicht zu vergessen auch mal zu entspannen. Der letzte Trainingsplan war nix? Egal. Das weißt Du fürs nächste Mal. Gestern super stressiger Tag und dann hattest Du kein Essen vorbereitet und die ganze Zeit Hunger, bis Du dann im Grill irgendwas gegessen hast? Passiert. Für´s nächste Mal besser vorbereitet sein. Stress dich nicht unnötig über Dinge, die Du nicht mehr ändern kannst. Konzentrier dich auf das, was in deiner Macht steht, alles andere…ist halt so. Gar nicht mal so einfach…glaub mir…

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